Wahrlich eine gute Frage
Ich stelle mir grade vor, wie Angela Merkel dem Journalisten erwidert hätte, dass die Frage doch bitte auf deutsch und nicht “niederländisch” gestellt werden soll … Ähem, ja.
Gesehen auf Spiegelfechter
Archive for Okt. 2009
Ich stelle mir grade vor, wie Angela Merkel dem Journalisten erwidert hätte, dass die Frage doch bitte auf deutsch und nicht “niederländisch” gestellt werden soll … Ähem, ja.
Gesehen auf Spiegelfechter
Ehrlich gesagt war ich ein wenig aufgeregt Herrn Sonneborn einmal persönlich gegenüber zu treten. Dem Mann, dem die Piraten sicher die ein oder andere Stimme dank seiner Wahlempfehlung zu verdanken haben.
Mitglieder der Piratenpartei fanden sich auch in einer kleinen Zahl von etwa 8 Leuten in den Reihen ein. Wahrscheinlich um etwas zu lernen. 
Die bereitgestellten Plätze (an die 120) waren im Augsburger Ostwerk nahezu bis auf den letzten Platz ausgebucht. Es versprach ein unterhaltsamer Abend zu werden.
Martin Sonneborn sprach gleich von Beginn an von Betrug, den er an uns Gästen ausüben würde, allein dadurch, dass er uns schon hierher zöge, sollte seine Aussage unterstreichen.
Er las das Vorwort seines PARTEI-Buches, erläuterte einige Passagen mit kleinen sehr unterhaltsamen und bissigen Anekdoten. Videos der PARTEI-Aktionen und Wahlwerbespots, die mal weniger, mal mit mehr und dann mit extremer Schleichwerbung untermalt waren, wurden uns gezeigt. Führte Partei- und Wahlprogramme der etablierten Parteien ad absurdum. Zog (auch ehemalige) Mitglieder der etablierten Parteien unentwegt durch den Kakao, stellte sie bloß und zeigte den Zuschauern wie die Politiker wirklich sind. Alles mit einem Hauch Luftzug Sturm an Satire.
In der Fragestunde stellte ich die Frage, ob man, sollte man der PARTEI beitreten, Mitgliedsbeiträge zu bezahlen hätte. Insider wissen, dass Martin Sonneborn in allen Parteien bis auf bei den Grünen Mitglied ist und keinen Mitgliedsbeitrag zahlt. Den Grünen sind die fehlenden Mitgliedsbeitragszahlungen aufgefallen und haben ihn rausgeschmissen.
Daraufhin kam er auf die Piraten zu sprechen, ihm ist bei meiner Fragestellung das Signet der Piratenpartei auf meinem T-Shirt aufgefallen. Sein Kommentar ist dem obigen Video zu entnehmen. Und lästerte über die picklige Nerdpartei her. Der Saal lachte. Anwesende Piraten im Saal auch. 
Zum Schluss holte ich mir ein Exemplar des Parteibuchs und lies es vom PARTEI-Chef höchstpersönlich unterschreiben. Dabei alberten und sinnierten wir über die Möglichkeit eines Vertrages zur bilateralen/beidseitigen Unterstützung bei weiteren politischen und aufklärerischen Aktionen. Einzige Bedingung: Wir dürfen nicht in den Bundestag einziehen.
(Memo an mich selbst: Ich sollte Herrn Sonneborn eine E-Mail mit einer kleinen Anfrage zukommen lassen. Nach meinem (analogen) Umzug wird das durchgezogen.)

Text: Die PARTEI | grüßt Martin und die Piraten! Martin Sonneborn
Wenn ich mir die Auftritte vieler Menschen, die meinen Satire zu beherrschen, im Vergleich zu Martin Sonneborn ansehe, kann ich nun diesen Menschen folgendes sagen:
Überlassen Sie die Satire Menschen wie Martin Sonneborn, die was von ihrem Handwerk was verstehen. Der Mann kennt sich aus!
Weiterführende Links:

Quelle: rob-matthews.com
Ich hätte einen Vorschlag anzubieten, mit dem alle glücklich werden könnten.
Parallel zu Wikipedia, wird es ein Informationssammelbecken für das Wissen der Welt geben, selbstverständlich in der selben Form wie die bestehende Wikipedia. Lediglich das Löschen von Beiträgen wird nicht mehr möglich sein. Die Versionsgeschichte eines jeden Beitrag bleibt erhalten inklusive des Inhalts.
Somit wird dem Löschwahn der Exkludisten ein Riegel vorgeschoben. Wenn auf dem Konkurrenzprodukt etwas steht, was in der Wikipedia nicht steht, darf selbstverständlich dieser Inhalt kopiert werden, jedoch nicht im Wahrheitsgehalt als auch die Intention des Beitrags verändert werden.
Die Konkurrenz sammelt alle Informationen der Welt und seien sie für die Exkludisten der Wikipedia noch so irrelevant . Diese dürfen dann für die Wikipedia filtern. Die Nutzer die keine gefilterten Beiträge wollen, schauen sich die Beiträge bei der Alternative an.
Eure Meinung zu diesem Vorschlag? Name für die Konkurrenz/Alternative?
Exkludisten und Inkludisten führen seit jeher einen erbitterten Kampf in der Online-Enzyklopädie. So gab es bereits vor einem Jahr einen Artikel auf Economist.com mit dem Titel “The battle for Wikipedia”. Da dieser inzwischen Bezahlcontenet ist, hab ich diesen damals zu Studiums-Übersetzungszwecken rauskopiert (Mirror). Meine deutsche Übersetzung des Beitrags findet ihr hier vor.
Der aktuelle Zerstörungsrausch und Löschwahn in der Wikipedia übertrifft in meinen Augen alles bisher da Gewesene. Waren es früher noch Beiträge über Pokémon oder andere fiktive Zeichentrickfiguren, die zu meist amüsanten und erheiternden Diskussionen geführt haben, so wurden vor ein paar Tagen anfänglich die Wiki-Einträge von und über “MOGIS” (MissbrauchsOpfer gegen Internetsperren) mit fadenscheinigen Begründungen gelöscht. Mogis, der Verein, der sich im Zuge der geplanten Internetsperren gegründet hat, soll nun laut suspekten Personen auf Wikipedia keinerlei enzyklopädische Relevanz aufzeigen. Ebenso wurde in einer “Rambo-Admin”-Aktion selbst der Benutzer “Mogis” gelöscht.
Ironischerweise, kam es dann zum Aufschrei, als bekannt wurde dass angeblich auch der Beitrag über den AK Zensur (Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur) gelöscht wurde. Aufgrund der Versions-Historie scheint es so als ob die Seite erst gestern angelegt wurde. Wirkt recht verdächtig!
Zu allem Überfluss scheinen sich Freunde des Löschstifts nicht mit dem bisherigen zufrieden zu geben. Nein, heute morgen löschten sie auch noch einaktuell politikrelevantes Thema aus der Wikipedia, nämlich ZENSURSULA. Bin äußerst gespannt, wann diese mit unliebsamen Gesellen sich der Piratenpartei annehmen. “Außer kurzzeitigem Medienecho und der Blogosphäre kann man da ja wohl auch nicht von Relevanz reden!1!!”
Offenbar scheint ein Edit-Krieg in Wikipedia ausgebrochen zu sein. Löscher gegen Bewahrer! Die Geschichte soll bereinigt werden. So scheint es, wollen Exkludisten diese offenbar unliebsamen Inhalte aus dem Netz entfernen. Was mir immer noch fehlt bei der ganzen Debatte ist das wahre Motiv der Exkludisten. “Löschen statt Sperren” mal anders.
Achtung! Dies ist meine persönliche Meinungsäußerung!
Exkludisten sind für mich eine “niedere” Form der Internetuser, die alles löschen und ausklammern was für sie persönlich nicht von Bedeutung ist. Rettet das Netz und stoppt Zensoren und Exkludisten!
Eine Auswahl von Exkludisten, die bei der kommenden Admin-Wahl wiedergewählt werden wollen:
Minderbinder, WIKImaniac, Emes, Entlinkt, S1
(mit Dank an Fefe für den Hinweis! – wird bei Bedarf erweitert)
Quellbeiträge und weiterführende Links
Kommentar
Wenn dieser Beitrag in den Augen einiger Leser unqualitativ, schlecht recherchiert und polemisch wirkt. Stimmt, das soll auch so sein. Ich schreibe weder für Online-Enzyklopädien noch für Zeitungen, somit hab ich das Recht frei nach Schnauze zu schreiben. Boah, hab ich einen Hals!
Hier findet nun eine Abstimmung über das neue Design der Webseite der Piratenpartei.
Die Abstimmung findet sowohl im ersten Kommentar von Twidgeridoo statt als auch in dieser Online Umfrage.
Bildquelle: http://twitpic.com/kj430
Dieser schöne Entwurf stammt von Simon (Twitter|Piratenwiki) und Patrick (Twitter|Piratenwiki).
Wenn man diesen beiden Tweets glauben schenken kann, ist der Vorstand der Piratenpartei wohl noch nicht so ganz überzeugt. Wir könnten dem ja ein wenig nachhelfen… Wenn genügend Piraten bekunden, dass sie ein neues bzw. dieses Design wünschen, kann man sich dem ja nicht mehr verschließen.
Im Petitionsportal des deutschen Bundestag wurde eine neue Petition eingereicht, die jeder unterschreiben sollte. Eltern mit Kindern oder solche die Kinder haben wollen und ihnen eine bessere und kostenlose Bildung ermöglich wollen, Schüler, Studenten und Bürger, die vorhaben sich fortzubilden und allem voran Piraten.
Petition unterzeichnen: Bildungswesen – Verdreifachung der Bildungsausgaben vom 16.09.2009
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Bildungsausgaben in Deutschland innerhalb der nächsten Legislaturperiode zu verdreifachen und so künftig 15 % des Bruttoinlandsprodukts (statt 4,8 % im Jahre 2006) in die Bildung zu investieren. Der Deutsche Bundestag möge dazu gemeinsam mit den Bundesländern die finanziellen Grundlagen schaffen, indem der Bildung in der Haushaltsplanung höchste Priorität zugewiesen wird.
Ich vertrete übrigens die gleiche Meinung wie Jens Seipenbusch:
Rechte nur zu IGNORIEREN, statt zu ÜBERZEUGEN, ist wie SPERREN statt LÖSCHEN
Rechte meinen uns instrumentalisieren zu können um durch unsere Freiheitsforderungen mehr Freiheit für ihr menschenverachtendes Gedankengut zu erhalten, aber durch das Interview, sollte das auch jemals einer der Kritiker gelesen haben, dürfte klar geworden sein, dass wir mit rechten Gedankengut nichts am Hut habe. Wir sind eine Partei, die weltweit mit einer Stimme spricht und sich nicht durch nationale Ideologien leiten lässt.
Update: In unserer satzung werden recht Strömungen ohnehin abgelehnt
(1) Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) ist eine Partei im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und des Parteiengesetzes. Sie vereinigt Piraten ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit, des Standes, der Herkunft, der ethnischen Zugehörigkeit, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung und des Bekenntnisses, die beim Aufbau und Ausbau eines demokratischen Rechtsstaates und einer modernen freiheitlichen Gesellschaftsordnung geprägt vom Geiste sozialer Gerechtigkeit mitwirken wollen. Totalitäre, diktatorische und faschistische Bestrebungen jeder Art lehnt die Piratenpartei Deutschland entschieden ab.
Quelle: Satzung der Piratenpartei
Nun mag der eine oder andere denken “Warum kämpfen die PIRATEN weiter für ihre Themen, obwohl sie bundesweit nur 2 % der Stimmen erlangen konnten?” Viele sind überzeugt, dass die niedrige Prozentzahl die fehlende Wichtigkeit der Forderungen unterstreicht. usw.
Dem möchte ich widersprechen, denn:
Gerade weil die Piratenpartei 2% bei der Bundestagswahl holen konnte, sind unsere Themen außerordentlich wichtig. Die Piratenpartei ist was den Stimmenanteil angeht, die Größte der Kleinen, was analog für die Mitgliederzahl gilt. Am heutigen Tag hat die Piratenpartei die 10.000 Mitglieder Grenze überschritten und ist somit bundesweit die größte außerparlamentarische Partei in Deutschland. Der rasante Mitgliederanstieg scheint aber dem keinen Abbruch zu tun. Werden doch täglich 70 bis 100 neue Anträge auf Mitgliedschaft bei den PIRATEN gestellt.
Es steckt also noch eine Menge Potential hinter dieser Bewegung. Mit den Worten von Anonymous: Expect us! – Klarmachen zum Ändern!
So das war jetzt mein erster Beitrag seit langem. Offenbar hab ich das ausführliche Schreiben ein wenig verlernt. Außerdem muss ich noch meinen Vorlesungplan vorbereiten. In meinem eigenen Interesse werden hoffentlich in Zukunft qualitative Beiträge folgen. :-)