Ahoi!
Sicher haben einige aus meinem näheren Umfeld mitbekommen, dass einer 21-Jährigen aufgrund ihres ehrenamtlichen Engagements bei der Feuerwehr Althegnenberg das Arbeitsverhältnis bei einem Babymöbelmarkt in ihrer Probezeit gekündigt wurde.
Artikel in der Online-Ausgabe der Augsburger Allgemeinen
Laut Gesetz darf einem Angestellten in der Probezeit ohne Nennung von Gründen gekündigt werden. Menschen, die sich ehrenamtlich betätigen dürfen im Arbeitsverhältnis dadurch keine Nachteile erfahren. Im Gegenteil: Menschen, die sich auf eine Stelle bewerben und angeben ehrenamtlich in der Gemeinde oder anderweitig tätig zu sein, sollen bevorzugt werden. War nicht einst auch die Rede von Soft Skills?
Es dürfte klar sein, dass ich diese Probezeiten-Regelung/Gesetzgebung für einen absoluten Schwachsinn halte. Sehr verdächtig, dass jemand der per Gesetz von seiner Arbeit zu befreien ist, so lange er im Einsatz ist, dann das Arbeitsverhältnis gekündigt wird. Ein Grund wurde nicht angegeben. Offenbar soll aus Sicht der Ladeninhabers nicht der Feuerwehreinsatz der Grund für die Kündigung gewesen sein, wiil sich aber nicht weiter äußern.
Die 21-Jährige will nun vor Gericht ziehen, wo sie recht schlechte Karten haben dürfte aufgrund der Tatsache, dass sie sich in ihrer Probezeit befand. Was mich jetzt zu meinem Vorschlag für eine Gesetzesänderung bringt:
Menschen, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden und innerhalb ihrer Probezeit gekündigt werden, muss ein expliziter und plausibler Grund genannt werden. Ein Mensch lernt aus Fehlern, wenn er aber nicht weiß, was er möglicherweise falsch gemacht hat, so wird er niemals dazu lernen und sehr viel länger für Entwicklungen im Verhalten und in seiner Denkweise benötigen.
Eine bessere und genaue Ausformulierung ist natürlich, dann Sache der AGs und Juristen in der Piratenpartei. Aber generell: Was haltet ihr davon? Welche Nachteile könnten sich für Arbeitsgerichte und Arbeitgeber ergeben? Was kommt euch in den Sinn? Was könnte ich übersehen haben? (Bin ja nicht allwissend)